„Nachdem sie gebetet hatten, bebte die Erde an dem Ort, wo sie versammelt waren. Der Heilige Geist erfüllte sie alle, und sie verkündeten das Wort Gottes mutig und offen.“ Apg. 4,31

Seit langer Zeit hatte es keinen Tropfen geregnet. Die Sonne schien erbarmungslos vom Himmel und dörrte die frisch aufkeimende Saat auf den Feldern aus. Verzweifelt berieten sich der Pfarrer und der Bürgermeister des Ortes, was sie tun sollten. Schließlich sagten sie: Lasst uns jetzt eine Woche lang jeden Tag beten, dass Gott am Ende der Woche Regen schenkt. So riefen sie die Bevölkerung zum Beten auf. Schließlich wurde es Sonntag, aber es hatte noch keinen Tropfen geregnet.

Als man sich am Sonntagabend sich zum Beten traf, spiegelten ihre Gesichter die Enttäuschung wieder. Schließlich trat der Pfarrer nach vorne, um die Gebetsversammlung zu eröffnen. Als er gerade mitten in der Begrüßung war, öffnete sich quietschend die alte Kirchentür und ein 8-jähriger Junge kam herein. Der Pfarrer hielt inne und die ganze Gemeinde drehte sich um und sah zur Tür. Der Junge hatte einen Regenschirm unterm Arm, obwohl draußen immer noch die Sonne schien. Beschämt gingen die Gläubigen an diesem Abend auf ihre Knie und beteten um Regen. Und sie taten es anders als bisher – voller Hoffnung und Vertrauen. Und wirklich: Noch in der Nacht ging ein Landregen auf die ausgedörrten Felder nieder.

Was lerne ich daraus: Gott greift ein. Er handelt auf unser Gebet hin. Manchmal ganz anders als wir es uns erhoffen – aber er tut es. Für- & miteinander zu beten, ist eines der wertvollsten Dinge unserer Gemeinde.

Ich will Mut machen zum Beten. Beten verändert Dinge. Beten verändert Situationen. Gott antwortet zwar nicht immer so, wie ich es erwartet hätte – aber er antwortet auf unser Gebet. Das hat er versprochen.

Jesus hat selbst gesagt: „Bittet, so wird euch gegeben. [...] Wie viel Gutes wird euer Vater im Himmel denen geben, die ihn darum bitten!“ (Mt. 7,7+11)